KFF: Tidenhub | Rockfestival 2014


Plakat Tidenhub Festival 2014

Am Wochenende fand in Finkenwerder zum dritten mal das Tidenhub-Festival statt. Mehr als 2.500 Menschen feierten die Konzerte direkt an der Elbe. 

 

Es gab eine Gewitterwarnung und Regentropfen, aber am Ende schien die Sonne beim dritten Tidenhub-Festival in Finkenwerder -auch auf den Gesichtern der Organisatoren. Von Freitagabend bis Sonntagmittag kamen nach Angaben von Jan Rieck / Veranstalter Kunstförderung Finkenwerder etwa 2.500 Menschen zum Musik hören und Abfeiern zum Tidenhub.

Ein Ergebnis, mit dem er durchaus zufrieden ist – immerhin hatte Tidenhub den Schlagermove und die Fußball-WM als starke Konkurrenten.


Über 20 Bands standen im Laufe der drei Tage auf der Bühne. Zum Beispiel Orange Ate Kid aus Hamburg. Sänger Felix Bunke war von der Aussicht, die er von der Bühne hatte, richtig angetan. „Normalerweise spielen wir in kleinen verräucherten Clubs und hier sehe ich, wie auf der Elbe ein Kreuzfahrtschiff ausläuft“, sagte er begeistert.

 

Begeistert waren auch die vielen Musikfans, denen ein vielseitiges Musikprogramm von Rockmusik aller Facetten geboten wurde. Beispielsweise von La Confianza . Die Jungs waren aus dem bayerischen Selb angereist und servierten deutschen Hip Hop vom Feinsten.

 

Top Act des zweiten Abends waren The Intersphere (Foto). Beide Bands spielen auch am 17. Juli auf dem Deichbrand-Festival in Nordholz bei Cuxhaven.

Sonntagnachmittag gab es dann noch Rockmusik der etwas klassischeren Art. Als die Musiker von Alcatraz „White Room“ von Cream spielten, waberte Woodstock-Feeling durchs Publikum. Viele lagerten gemütlich in der Sonne und genossen die Musik der Alt-Rocker, die gemeinsam über 200 Jahre Musikgeschichte auf die Bühne bringen. „To Old To Rock’n Roll“? Fehlanzeige! 

 

Auch im nächsten Jahr soll Tidenhub wieder als kostenloses Festival statt finden. Die Organisatoren hoffen dann wieder auf viele Spender, die das engagierte Event auf Finkenwerder ermöglichen.

 

Text und Bild: Anne Stark


TIDENHUB 2014 - Kurzbericht

Der Nacken schmerzt, der Rauch verzieht sich und in den Ohren klingelt das wohlige Fiepen, das man nach dem ausgiebigen Konsum live gespielter Rockmusik für gewöhnlich hat.

 

Das Tidenhub-Festival 2014 ist vorüber und ist auch dieses Jahr, trotz gelegentlichen Regenfällen und starker Konkurrenzveranstaltungen (wie dem Hamburger Schlagermove), wieder ein voller Erfolg gewesen.

 

Bereits am Freitag konnten wieder Besucherzahlen im hohen, dreistelligen Bereich verzeichnet werden. Ein bunt gemischtes Publikum aus lokalen Inselbewohnern, Hamburger und überregionalen Musikliebhabern hatte sich entschlossen, trotz Nässe die Elbinsel Finkenwerder zu besuchen und einem eben so bunt gemischten musikalischen Programm zu folgen. Besondere Publikumslieblinge waren die Freitagsheadliner von La Confianza, die mit einer Mischung aus Rap, Funk und Rock eine ganz eigene Atmosphäre auf die Bühne brachten.

 

Am Samstag dann ging das Team um Veranstalter Jan Rieck und Jenny Scheiba noch mal richtig in die vollen. Neben einem bunten Programm örtlicher Schulen und Vereine konnten frühe Besucher auch den noch etwas kleinen Tidenhub-Flohmarkt besuchen.

Abends eröffnete dann die Finkenwerder Lokal- und Schulband Liquid Ice den rockigen Teil des Abends.

 

Auch hier war die musikalische Qualität wieder ausgesprochen hoch. Egal ob mit der Posthardcore-Band „Summery Mind“, mit Elektro-Pop von „Paint Me Picasso“  oder schließlich dem vertrackten und doch eingängigen Kompositionen des Headliners „The Intersphere“ - Das Publikum war durchgehend spitzenmäßig gelaunt und wurde mit einwandfreiem Sound verwöhnt.

Sie dankten es den Veranstaltern mit großzügigen Spenden für die Kunstförderung Finkenwerder e.V. - damit das Tidenhub auch 2015 wieder stattfinden kann.

 

Schließlich war sogar der Sonntag und der Abschluss des Festival mit den Lokalmatadoren von Alcatraz in diesem Jahr gut besucht und ein voller Erfolg.

 

Technische Ausfälle gab es 2014 keine. Einziger Wermutstropfen - die Hälfte der Festival-T-Shirts ging in der Post verloren, sodass die männlichen Festivalbesucher leider ohne neue Textil-Errungenschaft nach Hause gehen mussten.

 

Paul Dickau