KFF: Bands | Razorking

Hamburger Progressive-Rockband, gegründet Anfang 2010, aktuelle Besetzung:

  • Sigrid Becker | Gesang
  • Thomas Janzon | Bass
  • Thomas Kirschler | Gitarre, Keys
  • Klaus Möller | Keyboard

 Homepage: www.razorking.de


RAZORKING, eine neuformierte Band aus Hamburg, gaben ihr erstes Konzert am 14. August 2010 in der Kantine des Schauspielhauses in Hamburg.

 

Die Band, in der klassischen Besetzung aus Keyboarder, Bassisten, Gitarristen, Trommler und Sängerin spielen ausschließlich eigene Rocksongs die viele Stilelemente der progressiven Musik enthält. Eröffnet wurde das erste Set mit einem Keyboard-Sample, das schon erahnen ließ, dass an diesem Abend kein gewöhnlicher Classic-Rock zu hören sein wird.

Der “Opener” im ersten Teil wurde dann auch instrumental gespielt. Erst im zweiten Teil des Songs kam dann die Sängerin auf die Bühne und Song wechselte in einen straight und schnell gespielten Hardrock wie er noch in den 80er Jahren gespielt wurde. Auch wenn es am Anfang scheinbar Probleme mit dem Sound gegeben hat, da wohl einige Monitore nicht aktiv waren, war die Band trotzdem so gut eingespielt, dass dieses Manko sich für die Musiker überhaupt nicht negativ ausgewirkt hat.


 

Die nächsten Songs bis zur Pause nach ungefähr 45 Minuten waren stilistisch sehr homogen. Alles sehr erdige und auch technisch gutgemachte Rockmusik. Der letzte Song im ersten Set wurde dann wieder mit einem langen Keyboard-Intro-Sample begonnen und man hatte den Eindruck sich in einem Kriegsgebiet zu befinden. Der Titel “Friendly Fire” sagt dann eigentlich schon alles. Durch die moderate Gesamtlautstärke der Band (die Ohrstöpsel konnte man in der Tasche lassen) war das Intro und der auf heftige Gitarrenriffs basierte mindestens zehnminütige Song gut anzuhören. Die Länge des Songs, verschiedene Timings, Taktwechsel und düstere Keyboard-Melodien waren dann die typischen ProgRock-Elemente, die die Band immer wieder in ihre Musik einfließen lässt.

 

Das Ende des ersten Sets war wohl schon der Auftakt für das zweite Set, da die Songs im zweiten Set doch schon wesentlich länger wurden. Die Songstrukturen wurden durch progressive Stilelemente viel umfangreicher und komplizierter, teilweise hörte man orientalische Einflüsse die von perkussiven und funkigen Teilen abgerundet wurden. Der besondere Kontrast in der Musik von RAZORKING liegt aber in der sehr klaren und variablen Stimme der Sängerin, die die Songs immer wieder mit tollen Melodien und einer ausdrucksstarken Dynamik nach vorne bringt. Daneben spielt sie noch bei einigen Songs eine zwölfseitige Gitarre um der Musik noch mehr Fundament zu verleihen.

 

Insgesamt ist das abwechlungsreiche Programm sehr gut vom Publikum (es haben sich wohl rund 100 Leute eingefunden) angenommen worden. Einziger Kritikpunkt wäre wohl die Performance der Band, die noch ausbaufähig wäre. Man muss aber auch sehen, dass das der erste Gig von RAZORKING war und die Bühne nicht viel Platz bot, um noch eine ausgefeilte Bühnenshow bieten zu können. Abschließend ist festzuhalten, dass die Band für 5 Euro Eintritt eine Menge feiner Musik nahezu perfekt dargeboten hat.

Weiter so!