KFF: Geschichtswerkstatt | Veranstaltungen


16. Juli bis 5. Oktober 2017: Ausstellung in der Geschichtswerkstatt

Glaube · Liebe · Hoffnung

 

Die Crew der Geschichtswerkstatt hat in den letzten Tagen und Wochen das Postkartenalbum einer Familie aus Finkenwerder, die ursprünglich in Alternwerder beheimatet war, ausgewertet.


Die Postkarten stammen aus dem Zeitraum zwischen 1908 und 1918, Es erstaunt, das bei diesen Postkarten der Krieg überhaupt keine Rolle spielt, da die Karten ausser der Anschrift keine weiteren Mitteilungen enthalten. Hier ist die kitschig-romantische Abbildung auf den Karten die Botschaft. Die seit 1870 erfundene Bildpostkarte spricht hier im wahrsten Sinne des Wortes für sich selbst.

 

Darüberhinaus wurde uns ein Kinderbuch aus dem Jahr 1914 zur Verfügung gestellt, dass wir ebenfalls als Dokument der Zeitgeschichte ausstellen. Hier zeigt sich im Kontrast zu den Postkarten deutlich, wie das Militär das Kinderzimmer eroberte. 

Beispiele Postkarte und Kinderbuch

Kurzfilm zur Ausstellung


Die Eröffnung der Ausstellung fand am 16. Juli 2017 um 16.00 Uhr statt, Öffnungszeiten der Kapelle immer Dienstags und Donnerstags von 17-20 Uhr.


Gedenkveranstaltung 07. und 08.2013

Tag des offenen Denkmals am U-Boot Bunker - Denkmal

Der Finkenwerder Arbeitskreis KZ-Außenlager Deutsche Werft  beteiligte sich erstmalig am 07. und 08. Sept 2013 an dem europaweiten Tag des Offenen Denkmals.  Gleichzeitg fand die erste Deichpartie Finkenwerder statt. Unsere beiden Stationen: der Alte Friedhof Finkenwerder mit der geöffneten Fritz-Schumacher-Kapelle und das U-Boot-Bunker-Denkmal wurden überraschend gut besucht.


Besonders die Bunkerruine FINK II traf auf sehr großes Interesse. Insgesamt 500 Leute hörten am Samstag Vormittag und am Sonntag Nachmittag die Geschichte des Bunkers und die Umwandlung zum Denkmal. Auch Dank einer historischen “Blankeneser Bergziege”, die alle Stationen mit einem Ringbus pausenlos bediente. Leider konnten wir an den beiden Tagen aus personellen Gründen nur jeweils halbtags vor Ort sein. Deshalb haben wir uns entschieden, die Führung an der Bunkerruine zu wiederholen.

 

 Am 10. November laden wir wieder ein zur Gedenkveranstaltung anläßlich des 75. Jahrestages der Pogrommnacht 9./10. Nov. 1938. Das geschieht traditionell mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal für die NS-Opfer Ecke Rüschweg/Neßpriel um 15.30 Uhr. Vorher, um 15.00 Uhr, werden wir an einem der letzten Zeugnisse des faschichstischen NS-Regimes in Finkenwerder, dem U-Boot-Bunker, die Geschichte des Bauwerks erläutern. Es folgt um 16,00 Uhr im Gemdeindehaus der St.-Nikolai-Kirche eine Informationsveranstaltung zum Thema der russischen Kriegsgefangenen und Ostarbeiter, die auf dem Alten Friedhof Finkenwerder verscharrt wurden. 


Tag des offenen Denkmals

Am 7. und 8. September fand europaweit der „Tag des offenen Denkmals“ statt. Auf Initiative der Geschichts­werkstatt im Verein Kunstförderung Finkenwerder und des Finkenwärder Gaffel-Consortiums beteiligte sich Finkenwerder erstmalig an diesem Ereignis. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmalpflege Hamburg wurden 3 Stationen vorgestellt.

1. Alter Friedhof Finkenwerder

Der Alte Friedhof Finkenwerder

Der Alte Friedhof Finkenwerder ist ein historisch und kulturell aufschlussreicher Ort. Auffallend sind zunächst die prächtigen Tore, den Prunkpforten der Obsthöfe im Alten Land nachempfunden.

 

Sie wurden, wie die Kapelle, nach den Plänen von Fritz Schumacher 1926/1927 errichtet. Gleichzeitig entstand das Ehren­krieger­denkmal von Richard Kuöhl.

 

Die verwahrloste Kapelle wird zurzeit als Abstellraum genutzt. Die Kunstförderung Finkenwerder e.V. hat sich um die Trägerschaft beworben. Die Geschichts­werkstatt plant, das Ensemble als Gedenkort zu reaktivieren.

2. U-Boot-Bunker
FINK II

U-Boot-Bunker FINK II

Beim Bau der Start- und Landebahnverlängerung im Zuge der Airbus-Werkserweiterung ist der fast vergessene Bunker wieder zum Vorschein gekommen.

 

Mehrfach wurde versucht, dieses von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen errichtete Bauwerk nach dem Krieg zu sprengen. Aber die Seiten und Trennwände blieben stehen, wurden zugeschüttet und als Aussichtsplattform hergerichtet.

 

2006 wurde die wieder freigelegte Bunkerruine zu einem Denkmal umgestaltet und erinnert an einen gern verdrängten Teil der Ortsgeschichte.

3. Museumshafen Finkenwerder

Museumshafen Finkenwerder

Vor 20 Jahren wurde nach langwierigen Verhandlungen mit „Strom- und Hafenbau“ das Finkenwärder Gaffel-Consortium gegründet.

 

Seitdem liegen im Kutterhafen am Kanalstack bis zu 12 Tradi­tions­schiffe. Es sind ehemalige segelnde Berufs­fahrzeuge, die durch private Initiative liebevoll erhalten werden.

 

Die Ewer FRIEDA und AUGUSTE transportierten zu Beginn des vorigen Jahrhunderts Zement und Steine nach Hamburg. Sie sind Schiffe mit Lägerdorfer Maß, d.h. etwas kürzer und schmaler als üblich, um durch die damaligen Schleusen zu passen. Mit dem Ewer Frieda wurden kurze Rundfahrten im  Hafen gemacht.


An allen Stationen fanden durch Ingeborg Luth, Helmke und Peter Kaufner Führungen statt. Eine Museumsbus-Ringlinie mit einer ehemaligen „Blankeneser Bergziege“ verband im Halbstundentakt die 3 Stationen.

 

Weitere Informationen: Helmke und Peter Kaufner, 040 7427992

Fotos: © Kaufner/Cinedesign