KFF: Geschichtswerkstatt | unsere Tätigkeit

Besuch der belgischen Amicale mit dem ehemaligen Häftling Alfred Cornut

Besuch der belgischen Amicale
mit dem ehemaligen Häftling Alfred Cornut

Unsere Tätigkeit umfasst, neben der Erkundung der Ortsgeschichte, die Begleitung der Opfer bei der Spurensuche vor Ort.

Wir rekonstruieren dabei mit ihnen die Standorte, an denen sie das Grauen überlebten.

Wir empfangen Amicale-Delegationen, die im Rahmen der Pilgrims-Reisen das Mahnmal in Finkenwerder aufsuchen und versuchen den Kontakt mit den Opfern brieflich zu vertiefen.

Wir liefern Informationen für Diplomarbeiten, Referate, Lager-standorte, Firmenpublikationen (MAN) und haben eine eindrucksvolle Schilderung von Lidija Kaschkina, als 15jährige aus der Ukraine nach Finkenwerder verschleppt, für ein Buchprojekt vermittelt („Mit Koffer und Teddybär“).


 

In einem Fall haben wir ein Video aufgenommen und vorgeführt und den Kontakt zu einer Finkenwerder Familie hergestellt, bei dem der ehemalige Zwangsarbeiter menschlich anständig behandelt wurde. Außerdem zeigen wir Leihvideos oder Ausschnitte aus Videokopien der KZ-Gedenkstätte mit Zeitzeugen, deren Schicksal wir bei den Veranstaltungen behandeln.

 

Zu bestimmten Themen laden wir Referenten ein, beispielsweise Frau Dr. Littmann über Zwangsarbeiter, Herrn Dr. Hering für die Kirche unterm Hakenkreuz, Herrn Dr. Goltz wegen der drei Kinau-Brüder und Frau Dr. Rothmaler zur Euthanasie und Zwangssterilisation. Wir kündigen die Veranstaltungen regelmäßig der Presse an. Im Anschluss erscheint dann meist ein Bericht.

 

Besonders wichtig ist uns der Kontakt zu den Schulen. Wir bieten Rundgänge für die Klassen an. Lehrer und Schüler wissen kaum von der Vergangenheit als Rüstungszentrum und Leidensort für Tausende von Menschen aus ganz Europa, die hier der Willkürherrschaft eines verbrecherischen Regimes ausgeliefert waren.

 

Eine weitere Gedenkstätte in Finkenwerder wurde im August 2006 der Öffentlichkeit übergeben. Das Denkmal, die Fundamente des U-Boot-Bunkers FINK II, wurde anlässlich der Airbuserweiterung wieder freigelegt. Die Realisierungsgesellschaft der Hansestadt veranstaltete einen eingeschränkten Ideewettbewerb für die Gestaltung der Bunkerruine und das Umfeld. Die Jury, in der auch unser Arbeitskreis vertreten war, bewertete die Vorschläge. Im weiteren Verfahren haben wir beim Text der Stele und den Tafeln auf dem ehemaligen Werftgelände wichtige Hinweise gegeben.