Moin! Ich bin übrigens die Neue…

Hallo, mein Name ist Silja und ich absolviere meinen Bundesfreiwilligendienst bei der Kunstförderung Finkenwerder. Ich habe im August angefangen und fühle mich hier schon richtig wohl!

In dem einen Jahr, das ich hier erstmal verbringe, schnuppere ich in alle Bereiche mal herein und engagiere mich vor allem für die Online-Darstellung des Vereins.

Aber auch bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen gebe ich mein Bestes!

Ich bin 19 Jahre alt, habe im Juli mein Abitur beendet und habe für meine berufliche Zukunft so viele verschiedene Ideen, dass ich den BFD im Verein als eine gute Möglichkeit gesehen habe, mich zu orientieren.

 

Privat liegen meine Interessen vor allem im musikalischen Bereich, ich spiele selbst Klavier, ein wenig Gitarre und singe. Dementsprechend passt für mich der Bereich Kunstförderung auch wie die Faust auf’s Auge.

 

Mich fasziniert das Prinzip eines gemeinnützigen Vereins und ich engagiere mich gerne, genauso genieße ich die neugewonnenen Kontakte und diejenigen, die noch in Aussicht stehen. Ich weiß, dass ich noch viel lernen muss – bin mir aber sicher, dass mir dieses Arbeitsumfeld genau die richtige Möglichkeit dafür bietet.

 

Auf der Deichpartie, die erste große Veranstaltung, die ich mitgestaltet habe, war ich vor allem auf den Straßen unterwegs und habe Werbung für unsere Station gemacht. Vielleicht habt ihr als Besucher des Events ja diese kleinen grünen Flyer gesehen, die überall hingen – die waren unteranderem von mir!
Aber mein Beitrag soll sich natürlich nicht nur auf die Gestaltung beschränken und ich freue mich über viele neue Erfahrungen und Ideen.

 

Hoffentlich werden wir uns bald alle mal kennenlernen!

Habt ihr noch Fragen an mich oder vielleicht Anregungen, dann schreibt mir doch einfach eine Mail.

 

Liebe Grüße,

Silja

VOM SCHANDFLECK ZUM KLEINOD

 

Viele Jahre verwahrloste  die kleine Kapelle auf dem Alten Friedhof Finkenwerder immer mehr. Schließlich war sie mit Graffiti beschmiert und sämtliche Fensterscheiben eingeschlagen. Sie wurde ohnehin nur noch von der Friedhofsverwaltung als Abstellraum genutzt. Es drohte der Abriss. Dabei stand sie auf der Denkmalliste der Kulturbehörde. Denn es handelte sich um ein Bauwerk, das nach den Entwürfen von Fritz Schumacher 1926/27 errichtet wurde, zusammen mit den von ihm entworfenen Prunkpforten an den Eingängen zum Friedhof. 

Mit der Änderung des Denkmalschutzgesetzes in Hamburg 2013, wurden alle Objekte aus der Denkmalliste automatisch Denkmäler.  Doch bereits vorher hatte sich der Regionalausschuss in Finkenwerder für den Erhalt und eine Sanierung entschieden. Allerdings unter einer Vorrausetzung: eine sinnvolle, ortsgebundene und nachhaltige Nachnutzung  innerhalb eines gemeinnützigen Vereins sollte erneuten Vandalismus verhindern.

Der „Finkenwerder Arbeitskreis Außenlager Deutsche Werft des KZ Neuengamme“,  1996 als Initiative gegründet, wollte den Abriss auf jeden Fall verhindern und wurde unter der Rubrik –Geschichtswerkstatt- als Mitglied bei der „Kunstförderung Finkenwerder e.V“ (KFF) aufgenommen.  Mit einem Nutzungskonzept, vereinbar mit der Friedhofsordnung, bewarb sich der Arbeitskreis mit dem KFF erfolgreich um eine Nachnutzung.

 Allerdings dauerte es noch bis Dezember 2014, bevor die Sanierungsarbeiten endlich in Angriff genommen werden konnten. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen und eine Nutzungsvereinbarung zwischen dem KFF und dem Bezirk Hamburg-Mitte unterschrieben.

Der Arbeitskreis nennt sich inzwischen „Finkenwerder Geschichtswerkstatt“ und ist gerade dabei, eine Basisausstattung für die neue Nutzung zusammen zu tragen.  Es ist eine große Freude und gleichzeitig Herausforderung, das renovierte Kleinod mitten im Herzen von Finkenwerder als Ort des Erinnerns, des Miteinanders und der Begegnung neu nutzen zu dürfen. Für Menschen, die daran teilhaben möchten, planen wir  einen „Freundeskreis Fritz-Schumacher-Kapelle“ zu gründen.

     

 

Mehr Informationen in der Rubrik Geschichtswerkstatt.

TIDENHUB 2014 - Kurzbericht

 
Der Nacken schmerzt, der Rauch verzieht sich und in den Ohren klingelt das wohlige Fiepen, das man nach dem ausgiebigen Konsum live gespielter Rockmusik für gewöhnlich hat.
 
Das Tidenhub-Festival 2014 ist vorüber und ist auch dieses Jahr, trotz gelegentlichen Regenfällen und starker Konkurrenzveranstaltungen (wie dem Hamburger Schlagermove), wieder ein voller Erfolg gewesen.
 
Bereits am Freitag konnten wieder Besucherzahlen im hohen, dreistelligen Bereich verzeichnet werden. Ein bunt gemischtes Publikum aus lokalen Inselbewohnern, Hamburger und überregionalen Musikliebhabern hatte sich entschlossen, trotz Nässe die Elbinsel Finkenwerder zu besuchen und einem eben so bunt gemischten musikalischen Programm zu folgen. Besondere Publikumslieblinge waren die Freitagsheadliner von La Confianza, die mit einer Mischung aus Rap, Funk und Rock eine ganz eigene Atmosphäre auf die Bühne brachten.
 
Am Samstag dann ging das Team um Veranstalter Jan Rieck und Jenny Scheiba noch mal richtig in die vollen. Neben einem bunten Programm örtlicher Schulen und Vereine konnten frühe Besucher auch den noch etwas kleinen Tidenhub-Flohmarkt besuchen.
Abends eröffnete dann die Finkenwerder Lokal- und Schulband Liquid Ice den rockigen Teil des Abends.
 
Auch hier war die musikalische Qualität wieder ausgesprochen hoch. Egal ob mit der Posthardcore-Band „Summery Mind“, mit Elektro-Pop von „Paint Me Picasso“  oder schließlich dem vertrackten und doch eingängigen Kompositionen des Headliners „The Intersphere“ - Das Publikum war durchgehend spitzenmäßig gelaunt und wurde mit einwandfreiem Sound verwöhnt.
Sie dankten es den Veranstaltern mit großzügigen Spenden für die Kunstförderung Finkenwerder e.V. - damit das Tidenhub auch 2015 wieder stattfinden kann.
 
Schließlich war sogar der Sonntag und der Abschluss des Festival mit den Lokalmatadoren von Alcatraz in diesem Jahr gut besucht und ein voller Erfolg.
 
Technische Ausfälle gab es 2014 keine. Einziger Wermutstropfen - die Hälfte der Festival-T-Shirts ging in der Post verloren, sodass die männlichen Festivalbesucher leider ohne neue Textil-Errungenschaft nach Hause gehen mussten.


Paul Dickau

2.500 Musikfans feiern beim Tidenhub-Festival

Am Wochenende fand in Finkenwerder zum dritten mal das Tidenhub-Festival statt. Mehr als 2.500 Menschen feierten die Konzerte direkt an der Elbe. 

Es gab eine Gewitterwarnung und Regentropfen, aber am Ende schien die Sonne beim dritten Tidenhub-Festival in Finkenwerder -auch auf den Gesichtern der Organisatoren. Von Freitagabend bis Sonntagmittag kamen nach Angaben von Jan Rieck vom Veranstalter Kunstförderung Finkenwerder etwa 2.500 Menschen zum Musik hören und Abfeiern zum Tidenhub. Ein Ergebnis, mit dem er durchaus zufrieden ist – immerhin hatte Tidenhub den Schlagermove und die Fußball-WM als starke Konkurrenten.

Über 20 Bands standen im Laufe der drei Tage auf der Bühne. Zum Beispiel Orange Ate Kid aus Hamburg. Sänger Felix Bunke war von der Aussicht, die er von der Bühne hatte, richtig angetan. „Normalerweise spielen wir in kleinen verräucherten Clubs und hier sehe ich, wie auf der Elbe ein Kreuzfahrtschiff ausläuft“, sagte er begeistert. Begeistert waren auch die vielen Musikfans, denen ein vielseitiges Musikprogramm von Rockmusik aller Facetten geboten wurde. Beispielsweise von La Confianza . Die Jungs waren aus dem bayerischen Selb angereist und servierten deutschen Hip Hop vom Feinsten. Top Act des zweiten Abends waren The Intersphere (Foto). Beide Bands spielen auch am 17. Juli auf dem Deichbrand-Festival in Nordholz bei Cuxhaven.

Sonntagnachmittag gab es dann noch Rockmusik der etwas klassischeren Art. Als die Musiker von Alcatraz „White Room“ von Cream spielten, waberte Woodstock-Feeling durchs Publikum. Viele lagerten gemütlich in der Sonne und genossen die Musik der Alt-Rocker, die gemeinsam über 200 Jahre Musikgeschichte auf die Bühne bringen.“To Old To Rock’n Roll“? Fehlanzeige! Auch im nächsten Jahr soll Tidenhub wieder als kostenloses Festival statt finden. Die Organisatoren hoffen dann wieder auf viele Spender, die das engagierte Event auf Finkenwerder ermöglichen.

 

Text und Bild: Anne Stark


Neu:
Unsere 2. Website, die sich ausschließlich mit unseren
Tidenhub-Festivals befasst, kriegt Ihr rein unter


www.tidenhubfestival.de

Rückblick Tidenhub 2013

Seit Jan 2013 bietet die Geschichtswerkstatt  Rundgänge und Führungen für Gruppen und Schulklassen an.

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